War mal, Archiv Nahwärme 2020

Ende Oktober hatten wir eine Infoveranstaltung für die Interessenten des Bauabschnittes Hürup-Süd ausgerichtet. Die für Maasbüll vorgesehene Infoveranstaltung ist dem aktuellen Teil-Lockdowns zum Opfer gefallen.

Im Monat Juni sind wir wieder einen Schritt vorangekommen.  Auf unsere Ausschreibung für den „Bauabschnitt 2" (Maasbüll und Hürup-Süd) sind eine ausreichende Anzahl von Angeboten eingegangen.

In unserer gestrigen Sitzung haben wir nun die Entscheidung über die Vergabe -vorbehaltlich dem Ergebnis der Bankgespräche- gefällt. Ein wenig Stolz sind wir darauf, dass die Summe der angebotenen Preise nahezu genau den unserer Wirtschaftlichkeitsberechnung zu Grunde gelegten Beträgen entspricht. Es liegt lediglich eine Abweichung von ca. 3 % vor!
Wir werden jetzt die Gespräche mit den Banken fortführen und hoffen, dass Mitte Juli der Termin für das finale Gespräch mit den Banken vereinbart sein wird. Mit den Gewerken ist abgesprochen, dass diese nach ihrer Sommerpause mit der Arbeit loslegen können.

Wir erwarten weiterhin, dass wir Maasbüll und Hürup-Süd noch im Lauf dieser Heizperiode „erwärmen" können. Sind die Bankgespräche erfolgreich abgeschlossen, werden wir Sie zum Beitritt in die Genossenschaft (soweit noch nicht erfolgt) und zum Abschluss des Wärmeliefervertrages auffordern. Parallel dazu wollen wir weitere Mitglieder gewinnen um eine noch höhere Anschlussdichte zu
erreichen.

Wir wollen jedes Neumitglied bitten, ein Schild auf seinem Grundstück aufzustellen auf dem er sich als baldiger Nahwärmebezieher „outet", Wir hoffen, dass die Lücken zwischen den Schildern schnell
geschlossen werden. Hierzu benötigen wir Ihre Mithilfe!

Uns hat ein Schreiben erreicht, mit dem ein Interessent zum Teil recht detaillierte Kritik an unserem Nahwärmekonzept und unserem Auftritt aufzeigt. Richtig ist, dass der aktuelle Ölpreis von uns nicht zu toppen ist. Aber sollte die Entscheidung für die Wärmeversorgung eines Haushaltes für viele kommenden Jahre trotz der weltweit steigenden Unwägbarkeiten in der Politik und der Notwendigkeit eines wachsenden Umweltschutzes allein vom aktuellen Ölpreis abhängen?

Vielen Dank an Alle, die sich die Zeit nehmen, sich mit unserem Konzept zu beschäftigen. Wir setzen uns mit den Anregungen und der Kritik auseinander und prüfen, was wir besser machen können. Die Tatsache, dass unsere Wirtschaftlichkeitsberechnung mit Ausnahme von einigen Punkten (zu geringe Verwaltungskosten) die Zustimmung der Banken fand und nun durch die eingegangenen Angebote bestätigt wird, zeigt unserer Einschätzung nach, dass wir insgesamt nicht falsch liegen.

Wir freuen uns über jeden, der sich die Zeit nimmt mitzuarbeiten und unsere ehrenamtliche Tätigkeit zu unterstützen. Bei Interesse teilen wir Ihnen gern den Zeitpunkt und den Ort des nächsten Treffens der „Nahwärmegruppe" mit. Dort sitzen Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft ca. alle drei Wochen mit einer Reihe von unermüdlichen Mitgliedern der Genossenschaft zusammen, planen und erarbeiten Strategien und verteilen die notwendigen und alltäglichen Aufgaben. Diese engagierte, ehrenamtliche Zusammenarbeit innerhalb der Genossenschaft ist die Grundlage für den zügigen und günstigen Ausbau des Wärmenetzes und die langfristig stabile und für die Mitglieder unabhängige Wärmeversorgung.

Auch die Boben Op Genossenschaft ist durch die aktuellen coronaren Situationen in der Welt beeinflusst worden und ist somit nicht ganz im angestrebten Zeitplan. Dennoch sind die Detailplanungen für die jetzt anstehenden Netzabschnitte fertiggestellt und Ausschreibungen für den Bau erstellt und versandt worden. Die Rückläufer aus den Ausschreibungen werden dieser Tage ausgewertet und die Wirtschaftlichkeitsprognosen für die Banken aktualisiert. Wir stehen im kontinuierlichen Austausch mit den Banken und der Energieagentur, die für die Plausibilisierung der Planungen auf Bankenseite zuständig ist. Es wurden in den Gesprächen noch technische Details angepasst. Zudem wurde die Wirtschaftlichkeitsberechnung um einige weitere Sicherheitsposten ergänzt, um mögliche Überraschungen in der Zukunft weitgehend ausschließen zu können. Hierzu sind wir dabei, auch organisatorische Strukturen für Abrechnungswesen, die Wartung der Anlagen etc. mittels Kostenansätzen zu bewerten und über Angebote zu festigen, auch wenn wir weiterhin unser Engagement im Ehrenamt als stabiles Fundament ansetzen. Wir gehen davon aus, dass über die Zeit immer auch weitere Aktive aus den neuen Interessenten dazukommen und das Projekt unterstützen werden.

Entscheidend für den Zeitplan werden sicherlich die kommenden 6-8 Wochen sein. Wir werden uns bemühen, bis Ende Mai ein weiteres – hoffentlich abschließendes – Gespräch mit den Banken führen zu können und hoffen dann unverzüglich die Wärmelieferverträge mit den Interessenten abzuschließen. Dann steht auch unsere Generalversammlung an, auf der wir hoffen, Ihnen und Euch einen detaillierten Zeitplan vorlegen, oder noch besser, bereits den Baubeginn vermelden zu können.

Liebe Interesenten.

Wir laden Sie herzlich zu einer  Informationsveranstaltung am Montag, 26. Oktober 2020, um 19:00 Uhr ins Dörpshus ein.  In dieser Veranstaltung werden wir den aktuellen Stand des Wärmenetzausbaus, sowie die wesentlichen Eckpunkte des Wärmeliefervertrags erläutern. Ein wesentlicher Teil ist für die Beantwortung Ihrer Fragen vorgesehen.